Schnarchen/Schlafapnoe

Das primäre Schnarchen bei Erwachsenen ist sehr häufig. Aus therapeutischen Gründen grenzen wir das kindliche Schnarchen (hier ein Link zur Rubrik „Kinder“) davon ab. Die epidemiologischen Daten legen nahe, dass ca. 52% der Bevölkerung schnarcht. Dabei ist eine Häufung bei Übergewichtigen und Männern zu beobachten. Schnarchen selbst wird als Phänomen betrachtet, ohne einen Krankheitswert zu haben. Dennoch kann Schnarchen für den Bettpartner enorm lästig sein.

Die Schlafapnoe hingegen stellt eine ernstzunehmende Erkrankung dar. Während bei dem primären Schnarchen nur die Atemgeräusche vorliegen, kommt es bei der Schlafapnoe zu Atemaussetzern. Die Aussetzer können unterschiedlich lang und häufig auftreten. Entsprechend wird die Schlafapnoe in Schweregrade unterteilt.

Häufig treten Schnarchen und Schlafapnoe auch gemeinsam auf. Wichtig zu wissen ist, dass die Schlafapnoe das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen, Schlaganfälle, Depression, Bluthochdruck, Potenzstörungen erhöht. Auch kommt es aufgrund der Einschlafneigung häufiger zu Verkehrsunfällen. Patienten mit einer ausgeprägten Schlafapnoe haben oft einen hohen Leidensdruck, weil ihr sie keinen erholsamen Schlaf mehr haben und ständig schläfrig sind.

Diagnostisch ist zunächst einmal wichtig zu unterscheiden, ob ein primäres Schnarchen vorliegt oder eine Schlafapnoe. Mittels eines mobilen Screening-Gerätes kann eine erste klärende Testung erfolgen. Unter bestimmten Voraussetzungen schließt sich eine Untersuchung in einem Schlaflabor an.

Abhängig von der Diagnose kommen verschiedene Therapieoptionen infrage. Nicht immer ist das lebenslange Tragen einer Schlafmaske notwendig. Es gibt sehr gute operative Möglichkeiten, um die obstruktive Schlafapnoe zu behandeln. Weiterhin sind oft Reduktion des Körpergewichtes und eine Änderung des Lebensstiles von Vorteil.

Wir arbeiten in einem interdisziplinären Team von Neurologen, Schlafmedizinern und HNO-Ärzten, um für Sie die optimale Therapie anzubieten.

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